Violetter Nadelwald Schleierling - Einzelverkostung  
Cortinarius hercynicus (Pers.) M.M. Moser
Funddaten:
03.10.2027, MTB 7723/2/2/1, Mühlen - N v. Simmisgrund, 700 ü. NN, zwei Exemplare im Moss und in der Nadelstreu bei Fichten (Picea abies), leg. & det. J. MARQUA.

Fundort:
Buchenmischwald mit eingestreuten Fichten-, Weißtannen und Douglasienparzellen auf lehmigem Boden.

Beschreibung:
Roh festfleischig. Geruch dumpf süßlich und etwas harzartig, wie Zedernholz, mit einer etwas lederigen oder ranzigen Note. Geschmack mild, dumpf süßlich parfümiert und harzig.

Beim Schmoren zunächst einen starken herb säuerlichen und harzigen Geruch entwickelnd, der sich in einen aufdringlich süßlichen und chemischen Duft wandelt. Der Schmorsaft verfärbt sich dunkelviolett bis grau oder anthrazit. Nach längerem Schmoren ein aufdringlicher chemischer Geruch wie angebrannte Autoreifen. Dieser Geruch vergeht kaum und breitet sich im Raum aus. Geschmack unangenehm süßlich bitterlich und ranzig.

Volumen-Verlust beim Schmoren: stark.

Kulinarischer Wert:
Definitiv ungenießbarer Pilz mit penetrantem Aroma.

Beurteilungen in der Literatur:
Wird in der Literatur als essbarer Speisepilz eingestuft, jedoch als nicht zu empfehlen.

Liste der DGfM:
C. hercynicus/violaceus wird von der DGfM als Speisepilz gelistet!

Anmerkungen:
Das violette Pigment des Dunkelvioletten Nadelwald-Schleierlings ist wasser- und fettlöslich, und kann zum Färben von Wolle verwendet werden.

Literatur:
  • GEHRHARDT E (2001) - Der große Pilzführer für unterwegs. Über 1200 Arten, über 1000 Farbfotos. BLV.
  • LAUX H.E. (2001) - Der große Kosmos Pilzführer. Alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgängern. Kosmos.
  • DGfM (2015) - Positivliste der Speispilze. DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie.

(Jürgen Marqua)

Ungeputzte Frk. (JM2828)
 
Geputzte & geschnittene Frk. (JM2828)
 
nach 1 Minute Schmoren (JM2828)
 
n. 3 Minuten Schmoren (JM2828)
 
n. 5 Minuten Schmoren (JM2828)
 



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