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   Boletus
B. radicans
  Verkostung
B. regius
  01.08.2011
B. rhodoxanthus
B. satanas
  Verkostung
B. sub - appendiculatus
Botryobasidium
B. aureum
  01.05.2012 A
B. conspersum
  06.09.2011 A
B. laeve
B. medium A
B. robustius A
B. subcoronatum
B. vagum
Botrytis
B. cinerea
  02.08.2018
Bovista
B. aestivalis
B. nigrescens
B. plumbea
B. tomentosa
Bremia
B. lactucae
Brunnipila
B. fuscescens
Bulgaria
B. inquinans
Byssocorticium
B. atrovirens
Byssonectria
B. terrestris
Boletus subappendiculatus
Falscher Anhängsel-Röhrling  
Boletus subappendiculatus Dermek & al.
Funddaten:
16.08.2011, MTB 7623/4/2/1, Grötzingen - Kohlhau, 9°37'51.5'' Ost, 48°20'18.4'' Nord, 709 ü. NN, ein Ex. auf Nadelstreu bei Weißtanne und Weymouthskiefer (Abies alba, Pseudoszuga menziesis), leg. & det. J. MARQUA, conf. JÜRGEN SCHREINER.

Fundort:
Tannenforst Mischbestand mit Douglasie, Fichte und Weymouthskiefer auf Kalkverwitterungslehm über Massenkalk (Malm Zeta 1-2).

Verbreitung:
In der Region unbekannt, da KRIEGLSTEINER in seinen Verbreitungsatlanten nicht zwischen B. appendiculatus und subappendiculatus trennt. Vermutlich sind alle Funde von B. appendiculatus bei Nadelholz dieser Art zuzurechnen.

Beschreibung:
Hut - 90 mm Ø, konvex - kissenförmig, hellbraun, wildlederartig, an Fraßstellen weißlich. Poren gelb, sehr fein, bei Berührung leicht blauend. Röhren gelb, gut vom Röhrenboden ablösbar, Röhrenboden gelb. Stiel - 80 (90) x 25 - 30 mm, schwach keulig, basal mit kleinem Anhängsel und kräftigen Rhizomorphen, apikaler Stielbereich netzig, gelbes Netz auf gelbem Grund, an Fraßstellen etwas rötlich, bei Berührung blauend. Trama weißlich, unter Huthaut und Stielrinde rosalich, im basalen Stielbereich hell rosa - rötlich, im Hutbereich leicht blauend, schnell ausblassend. Geruch angenehm fruchtig-pilzig, leicht säuerlich, Geschmack mild. KOH-Reaktion der Huthaut rotorange.

Sporen [95% • 33 • SAP • v • H2O(nat)]: 9,8-11,7-13,6(13,9) x 3,6-4,1-4,7 µm; Q = 2,5-2,8-3,2; Vm = 105 µm; spindelförmig, glatt.

Anmerkungen:
Die KOH-Reaktion der Huthaut wird in der Literatur als Rot angegeben. An unserem Exemplar, und einem jüngeren Fruchtkörper, der wenige Tage später am Fundort fruktifizierte, konnte weder am Exsikkat, noch am frischen Frk. ein kräftiges Rot provoziert werden. Ungewöhnlich ist auch das Blauen der Röhren, Stielrinde und Trama beim Anschnitt.

Verwechslungen:
Mit B. appendiculatus, der jedoch im Laubwald fruktifiziert, und keine rosa-Töne der Trama zeigt. Evtl. noch mit der gelben Form von B. erythropus oder dem Böhmerwaldröhrling (B. gebratae)

Systematische Einordnung:
Reich: Fungi
Abteilung: Basidiomycota
Klasse: Agaricomycetes
Ordnung: Boletales
Familie: Boletaceae
Gattung: Dickröhrlinge (Boletus)

Verwendung:
Essbar.

Literatur:
  • BREITENBACH, J. & KRÄNZLIN, F. (1991) - Pilze der Schweiz. Band 3. Röhrlinge und Blätterpilze.1.Teil. S. 24.
  • GRÖGER, F. (2006) - Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa. Teil 1. Regensburger Mykologische Schriften.
  • KRIEGLSTEINER, G. J. (2000) - Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 2. Ulmer-Verlag.
  • KNUDSEN H. & J. VESTERHOLT (2008) - Funga Nordica. Nordsvamp. Copenhagen. S. 167.

(Jürgen Marqua)

Einzelner Frk. in d. Nadelstreu (JM1673)
 
Ansicht v. Stiel & Poren (JM1673)
 
Detailansicht d. Stielnetzes (JM1673)
 
Querschnitt d. Fruchtkörper (JM1673)
 
KOH-Reaktion d. Huthaut am Exsikkat (JM1673)
 
Sporen in Wasser (JM1673)
 

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