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Crinipellis
C. scabella
Cristulariella
C. depraedans
Cronartium
C. flaccidum
Crucibulum
C. laeve
Cryptodiscus
C. foveolaris
Cryptosphaeria
C. eunomia
Cucurbitaria
C. berberidis
Cudoniella
C. clavus
Cyathus
C. striatus
  05.09.2014
C. olla
Cylindrobasidium
C. laeve
Cyphellopsis
C. anomala
Cystoderma
C. amianthinum
C. terryi
Cystolepiota
C. bucknallii
C. seminuda
Cytospora
C. spec.
Crinipellis scabella
Zitzen-Haarschwindling  
Crinipellis scabella (Alb.& Schw.: Fries) Kuyper
Funddaten:
20.10.2013, MTB 7623/4/4/2, Briel - Brieltal, 9°39'43.7'' Ost, 48°19'16.9'' Nord, 597 ü. NN, auf Grashalmen, leg. & det. J. MARQUA.

Fundort:
Wacholderheide mit versch. Gehölzen über Jurakalk und Hangschutt.

Verbreitung:
Augenscheinlich selten, vermutlich weit verbreitet und häufig, aber unbeachtet oder übersehen.

Weitere Funddaten:
  • KRIEGLSTEINER (2001) gibt für folgende MTB-Quadranten unseres Kartiergebietes Fund-Nachweise an: 7525/3 und 7623/2.
Beschreibung:
Fruchtkörper 20-40 mm breit, konvex mit stumpfem Buckel oder Papille, älter flachkonvex, sogar mit etwas eingesunkener Hutmitte (aber Papille immer vorhanden), körnelig rauh, auch runzelig oder aderig erscheinend, cremefarben, weißlich, gelblich oder olivbräunlich (-> dann Huthaut mit Algen bewachsen), aber auch braunrot, deutliche Riefung sichtbar, Rand oft mit Velumresten behangen, und gerippt oder gekerbt erscheinend. Lamellen rel. entfernt stehend, Lamellengrund aderig (anastomosierend), weißlich, älter auch gelblich, Schneiden etwas schartig und bewimpert. Stiel 20-60 x 2-6 mm, zylindrisch, hohl, längsfaserig, manchmal mit Ringzone, hell- oder dunkelbräunlich (mit feinen Schüppchen besetzt). Trama hell gelblich, Geruch schwach staubartig. Sporenpulver weißlich.

Sporen [95% • 27 • SAP • v • H2O(nat)]: 7,5-8,5-9,6 x 3,8-5,3-6,8(8,5) µm; Q = 1,3-1,6-2,0; Vm = 130 µm³; breitellipsoid, hyalin, glatt, inamyloid, cyanophil. Basidien 4-sporig. Cheilo- und Pleurozystiden polymorph; keulig, schlauchförmig, zylindrisch, aber auch capitat und leicht bifurcat oder mit Ausstülpungen. Huthaut mit braunen, setae-ähnlichen, dickwandigen, septierten und zugespitzten Haaren besetzt.

Bestimmung:
Stark runzelhäutige Kollektionen werden auch als f. oder var. rugosoreticulata bezeichnet, von WASSER sogar als eigenständige Art gesehen. Nach GRÖGER gibt es in Mitteleuropa nur noch zwei weitere Arten aus dieser Gattung, die mediterran sind, und bis Ungarn oder Österreich vorgedrungen sind.

Systematische Einordnung:
Reich: Fungi
Abteilung: Basidiomycota
Klasse: Agaricomycetes
Ordnung: Agaricales
Familie: Marasmiaceae
Gattung: Haarschwindlinge (Crinipellis)

Basionym:
Agaricus scabellus Alb. & Schwein.

Synonyme:
Agaricus scabellus Alb. & Schwein.
Marasmius scabellus (Alb. & Schwein.) Morgan

Verwendung:
Unbekannt.

Literatur:
  • GRÖGER F. (2006) - Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa. Teil 1. Regensburger Mykologische Schriften. Band 13: 237.
  • KNUDSEN H. & J. VESTERHOLT (2008) - Funga Nordica. Agaricoid,boletoid and cyphelloid genera. Nordsvamp. Copenhagen.
  • KRIEGLSTEINER G. J. & A. KAISER (2000) - Die Großpilze Baden - Württembergs.Band 3: Ständerpilze: Blätterpilze I. Eugen Ulmer: 229.
  • LUDWIG E. (2001) - Pilzkompendium Band 1 Beschreibungen. IHW-Verlag: 83.

(Jürgen Marqua)

Frk. auf Grashalmen (JM2131)
 
Frk. auf Grashalmen (JM2131)
 
Seitenansicht e. Frk. (JM2131)
 
Ansicht d. Huthaut (JM2131)
 
Ansicht d. Lamellen (JM2131)
 
Tafel m. Mikromerkmalen (JM2131)
 
Tafel m. Mikromerkmalen (JM2131)
 

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