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Dacrymyces
D. capitatus
D. minor cf
D. stillatus
D. variisporus
Dacryobolus
D. karstenii
Daedalea
D. quercina
Daedaleopsis
D. confragosa var. tricolor
Dasyscyphella
D. nivea
Datronia
D. mollis
Dendrodochium
D. citrinum
Dendryphiopsis
D. atra
Dermoloma
D. cuneifolium
Diatrype
D. bullata
D. disciformis
D. flavovirens
D. stigma
Diatrypella
D. favacea
D. verruciformis
Dichobotrys
D. spec.01 (A)
Dichomitus
D. campestris
Didymium
D. melano-spermum
Didymosporina
D. aceris
Diplomitoporus
D. lindbladii
Disciotis
D. venosa
Dacrymyces variisporus
Verschiedensporige Gallertträne  
Dacrymyces variisporus Mc Nabb
Funddaten:
13.05.2009, MTB 7624/3/2/2, Allmendingen - Längelesberg, 9°44'57.7'' Ost, 48°20'46.8'' Nord, 570 ü. NN, gesellig auf Kiefern-Ast (Pinus sylvestris), Initialphase der Vermorschung, leg. & det. J. MARQUA.

Fundort:
Buchenmischwald mit angepflanzten Weißtannen, Schwarz- und Waldkiefern auf Weißjurakalk.

Verbreitung:
In Nadelwaldforsten wahrscheinlich nicht selten. Kommt gern an Weißtanne oder Kiefern vor.

Beschreibung:
Fruchtkörper kissenförmig, in der Mitte etwas vertieft und aderig / faltig verworfen, gallertige Konsistenz, durchsichtig, gelb - dottergelb bis gelborange, in einzelnen "Knöpfen" von 3-6 mm Ø auf der Rinde sitzend.

Sporen: 20-25 x 7-8,5 µm; länglich, zylindrisch - allantoid, hyalin bis etwas gelblich, 6-10fach septiert, glatt. Hyphen 5-8 µm breit, mit Schnallen!

Besonderheiten:
Die Gallerttränen (Dacrymyces) sind nicht leicht voneinander abgrenzbar und müssen mikroskopiert werden. Meistens wird nur die Sammelart als Aggregat der häufigen Zerfließenden Gallertträne (Dacrymyces stillatus) angegeben. D. variisporus lässt sich jedoch mikrokopisch sehr leicht bestimmen; die Größe der Sporen, die Anzahl der Septen und die Schnallen sind hier sichere Merkmale.

Systematische Einordnung:
Reich: Fungi
Abteilung: Basidiomycota
Klasse: Dacrymycetes
Ordnung: Dacrymycetales
Familie: Dacrymycetaceae
Gattung: Gallerttränen (Dacrymyces)

Basionym:
Dacrymyces variisporus Mc Nabb

Verwendung:
Unbekannt.

Trivia:
Der Fundort "Längelesberg" bei Allmendingen, ein bewaldeter, flachgründiger Berg, wurde früher mit Wald- und Schwarzkiefern bepflanzt, die der Harz-Gewinnung dienten. Heute ist daraus ein Mischbestand geworden. An ein paar wenigen, alten Waldkiefern, die man als Kulturzeugen stehen ließ, sieht man noch die Spuren der Harzgewinnung an charakteristischen Rindennarben ("Fischgrätenmuster").

Literatur:
  • GRUHLER, E. (2009) - Harznutzung. Aus: Der Wald im Alb-Donau-Kreis und Ulm. 52 Alb und Donau /Kunst und Kultur. S. 88-89.
  • JÜLICH W. (1984) - Die Nichtblätterpilze, Gallertpilze und Bauchpilze. In Gams, kleine Kyptogamenflora 2B (2) Fischer, Stuttgart.
  • KRIEGLSTEINER, G. J. (2000) - Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 1. Ulmer-Verlag.

(Jürgen Marqua)

Fruchtkörper auf Waldkiefer (JM0933)
 
Detailansicht d. Fruchtkörper (JM0933)
 
Sporen in Wasser (JM0933)
 
Sporen in Wasser (JM0933)
 
Hyphen mit Schnallen in Wasser (JM0933)
 

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