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   Hyphoderma
H. setigerum
Hyphodermella
H. corrugata
Hyphodontia
H. alutaria
H. arguta
H. aspera
H. breviseta
H. nesporii
H. sambuci
  09.01.2011
H. spathulata
Hypholoma
H. capnoides
H. fasciculare
H. latericium
H. marginatum
H. radicosum
Hypochnicium
H. polonense
Hypocrea
H. aureoviridis
H. citrina
H. fungicola
H. strictipilosa
Hypomyces
H. aurantius
H. chrysospermus
H. lateritius
H. ochraceus
H. rosellus
H. viridis
Hypoxylon
H. cercidicolum
H. cohaerens
H. deustum
H. fragiforme
H. fuscum
H. howeianum
H. multiforme
H. serpens
H. vogesiacum
Hysterographium
H. fraxini
Hypoxylon vogesiacum
Hypoxylon vogesiacum (Pers.) Sacc.  

Funddaten:
22.04.2016, MTB 7624/1/2/2, NO Schelklingen – Bannwald "Gehrn", 680 ü. NN, auf einem liegenden Ulmenstamm in der Optimalphase der Vermorschung, leg. C. FISCHER, det. GERNOT FRIEBES.

Fundort:
Waldmeister-Buchenwald. Der Untergrund besteht aus Weißjurakalken. Darüber eine Terra fusca-Braunerde.

Verbreitung:
Für die Region unbekannt. Erstnachweis für den Ulmer und Ehinger Raum und vermutlich auch für Baden-Württemberg. Deutschlandweit ist bisher nur ein Fund von LOTHAR KRIEGLSTEINER verzeichnet: Bischofsheim an der Rhön (TK 5526/3) (www.pilze-deutschland.de).

Beschreibung:
Stroma langgestreckte schmale Krusten, die auf nacktem Holz parallel zur Holzfaserung verlaufen, hell grauviolett, Oberfläche uneben mit vollständig eingesenkten Perithezien. Endostroma violettgrau, in der Farbe ähnlich der Stromaoberfläche. Perithezien eiförmig bis oval, selten rundlich, nur die Ostiolen ragen spitz aus dem Stroma hervor, Ostiolen ohne Hof.

Sporen [95% • 9 • SAP • v • H2O(nat)]: 18,0-21,3-24,6 x 8,0-8,9-9,8 µm, Q = 2,0-2,4-2,7; Vm = 887 µm³; schmal ellipsoid, teilweise einseitig abgeflacht, Enden spitz, unreif olivgrün, reif dunkelbraun, mit geradem durchgängigem Keimspalt, mit zahlreichen Öltröpfchen, manchmal auch nur zwei Öltropfen. KOH-Extrakt mit 30% Kalium-Hydroxid, zuerst gelbbraun, später rötlich ockerbraun.

Bestimmung:
Das violettgraue Stroma und die großen Sporen mit der durchgehenden Keimspalte treffen nur für die Art H. vogesiacum zu, auch wenn beim KOH-Extrakt keine violetten Pigmente erkennbar sind.

Bemerkung:
Nach Angabe von GERNOT FRIEBES ist es nicht ganz klar, welche taxonomische Bedeutung die violetten Pigmente haben. Zum anderen scheint es sich bei H. vogesiacum um einen Artkomplex zu handeln. Er hat empfohlen, die Kollektion deshalb als Hypoxylon aff. vogesiacum zu bezeichnen.

Systematische Einordnung:
Reich: Fungi
Abteilung: Ascomycota
Klasse: Sordariomycetes
Ordnung: Xylariales
Familie: Xylariaceae
Gattung: Hypoxylon

Basionym:
Sphaeria vogesiaca Curr. 1858

Synonyme:
Hypoxylon omphalostoma Fr.
Hypoxylon rubiginosum var. insigne Rehm

Verwendung:
Unbekannt.

Literatur:
  • Baral, H.O., Baral, O. & Marson, G. (2003) - In vivo veritas. Over 5800 scans of fungi and plants (microscopical drawings, water colour plates, slides), with material on vital taxonomy. 2nd edition. CD-ROM.
  • FOURNIER J. & MAGNI J.-F.: Pyrenomycetes, Webseite im Interent, http://pyrenomycetes.free.fr (abgerufen am 06.05.2016)

(Christian Fischer)

Fruchtkörper auf Ulmenstamm (CF0266)
 
Fruchtkörper Nahaufnahme (CF0266)
 
KOH-Extrakt (CF0266)
 
Perithezien im Anschnitt bei 32x Vergrößerung (CF0266)
 
Asci in Lugol bei 1000x eingezoomt (CF0266)
 
Unreife Sporen bei 1000x (CF0266)
 
Reife Sporen bei 1000x eingezoomt (CF0266)
 

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